|
| 
Großeltern-Geduld ist gefragt: Kleine Finger - große Aufgaben Ihr kennt das noch: Wer seine Schnürsenkel zu einer Schleife binden konnte, war so gut wie schulreif. Gut, dass das kein offizieller Maßstab mehr ist, sonst würde heutzutage ein Großteil der Kinder gar nicht eingeschult. Denn wer von unseren Kleinen kann noch eine Schleife binden?! Heute haben Klett- und Reißverschlüsse die Knebel, Schleifen, Haken und Ösen, Knöpfe und Knopflöcher weitgehend abgelöst. Und: andrücken = zu, aufreißen = offen - den Klettverschluss am Turnschuh kann schon ein Zwei- bis Dreijähriger bedienen. Dabei hatte und hat der Stress mit der Schleife und mit den anderen Verschlüssen durchaus seinen Sinn und seine Bedeutung:
|  |
Immer dieser Stress mit der Schleife
|
 |  |  |
Denn das Sich-Abmühen und Üben mit den verschiedensten Verschlusstechniken an der Bekleidung unserer Kinder führte auch zur Entwicklung und Beherrschung motorischer und geistiger Fähigkeiten: Beim An- und Ausziehen musste man sich konzentrieren, zählen, experimentieren, man machte unterschiedliche Erfahrungen mit unterschiedlichsten Materialien, und die kleinen Finger lernten, was man mit ihnen alles anstellen und vollbringen konnte. So hat uns und unsere Kinder das Leben gelehrt. Damit heute die motorischen und intellektuellen Fähigkeiten der Vorschulkinder nicht verkümmern, dürft Ihr Euch etwas einfallen lassen, Eure Fantasie ist gefragt: - "Kannst du mal versuchen, Opas Weste zuzumachen?" - Oma (oder wer auch immer) hat noch Schnürschuhe. "Oma kann sich heute schlecht bücken. Hilfst du ihr, ihre Schuhe anzuziehen?" - Nach dem Gardinenwaschen müssen die Ringe wieder befestigt werden, muss das Bleiband wieder eingeführt werden. ... Möchtet Ihr uns weiter empfehlen? weiter
|
|
|
|