SPIELEN, SPIELEN, SPIELEN
Spielen macht Spaß - mit Oma und Opa
Es muss Spaß machen, sonst ist es kein Spiel, sondern irgend etwas Anderes, Unangenehmes, Pflichterfüllung, Ruhigstellung, vielleicht sogar Strafe ("Das war nicht brav - dafür spielst du jetzt allein").
Ein gesundes Kind will seine Welt erfahren, mit allen Sinnen, will lernen - alles Andere ist unnatürlich. (Wenn dieses "Lernen-Wollen" im Laufe der Zeit verloren geht, spricht das nicht für die Qualität der Lehrer!) Und Spielen ist eine besonders effektive Form des Lernens - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Der berühmt-berüchtigte pädagogische Zeigefinger hat hier absolut nichts zu suchen, auch er kann die Freude am Spiel verderben. Seid statt dessen - wieder einmal - Vorbild. Also nicht: "Du musst auch lernen, verlieren zu können." (Wer will das schon lernen!?) Sondern: Zeigt Euren Enkeln, dass Ihr verlieren könnt und dass Ihr das auch richtig könnt: Natürlich ärgert man sich, wenn man verliert, aber wie?! (Nicht unterkriegen lassen! Jetzt erst recht!)
Was lernt man (oft lernen auch Erwachsenen noch) durchs Spielen?
Das Spiel vermittelt grundlegende Erfahrungen, die in vielen Alltagssituationen angewendet werden können: planen, kreativ handeln, taktieren, kooperieren, sich konzentrieren, zuhören, reagieren, Risiken abwägen, Regeln akzeptieren und einhalten, Spannung und Entspannung fühlen und aushalten, sich freuen über einen Sieg und sich nicht unterkriegen lassen von einer Niederlage. Motorik, Gedächtnis, Phantasie, logisches Denken und soziales Handeln (voneinander abhängig sein und sich aufeinander verlassen, gemeinsames Erleben) werden geübt.