Großeltern sind ideal für Gemeinschafts- oder Gesellschaftsspiele
- eine wunderbare Chance, die viel zu wenig wahrgenommen wird! (Laut KidsVerbraucherAnalyse 2004 zählen bei 89 % aller Kinder zwischen 6 und 13 Jahren Gesellschaftsspiele zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen!)
Eine Chance - zum Familienerlebnis, zur Familienbindung
eine Chance - gegen Flimmerkisten und Computer
eine Chance - der besonderen Gelegenheit, Euer Enkelkind zu erkennen in seinen Stärken und Schwächen und darauf im Spiel einzugehen (allerdings ohne den Zeigefinger!)
Gesellschaftsspiele bieten sich an für eine Ritualisierung. Ein Ritual, eine feste Einrichtung, ein wiederkehrender Ablauf hat nicht nur im Leben eines Kindes einen besonderen Wert: Das ist etwas Wichtiges, Wesentliches; das vergisst man nicht; das wird zur lieben Gewohnheit; das hat Vorrang vor anderen Dingen.
Für das Gesellschaftsspiel heißt das:
Richtet einen Spiele-Nachmittag oder -Abend ein (vielleicht sogar mit den Eltern oder anderen Kindern), einmal in der Woche oder in 14 Tagen, mit einem festen Termin, der nur in großen Ausnahmen (!) verschoben - nicht wegfallen - darf.
Euer Enkelkind soll wissen, dass Euch diese gemeinsamen Aktivitäten sehr wichtig sind, dass es dann mit Eurer ganzen Aufmerksamkeit rechnen kann. So verbindet und verbündet gemeinsames Tun.
Bereitet diesen Termin dann auch entsprechend immer wieder vor: Pinnwandzettel, Erinnerungskärtchen, gemeinsamer Einkauf für Knabbereien und Getränke, gemeinsame Vorbereitung des Spieltisches und Auswahl der Spiele.
Welche Spiele?
Würfel-, Karten- oder Brettspiele; wettkampforientiert oder eher kooperativ: alles hat seine Berechtigung. Spielt am Abend 2 - 3 unterschiedliche Spiele. Oberstes Prinzip: Lust darauf haben, Spaß daran haben - und das gilt für alle. Jemand der "keinen Bock" auf ein Spiel hat, ist meistens ein Spielverderber. Und dabei denkt daran: Ein Erwachsener kann sich besser für ein vielleicht nicht ganz so beliebtes Spiel motivieren als ein Kind. Außerdem wichtig: Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied. Die Spiele sind am Vermögen der Kinder auszurichten, an ihren motorischen Fähigkeiten (Mikado), an ihren Lese- und Rechenfähigkeiten (Quartettspiele, Scrabble,.......), an ihrer Ausdauer (Monopoly) und, und ...... Sammelt Erfahrungen, lernt Eure Enkelkinder (und Euch selbst) kennen.